G. Regeln für Formationswettbewerbe (Standard und Latein)

1. Namen


1.1Im Schriftverkehr, in Programmen und in den Turnierunterlagen muss jede Formation mit ihrem Vereinsnamen, dem Zusatzbuchstaben in alphabetischer Reihenfolge und dem Namen der Herkunftsstadt aufgeführt werden.
1.2Die ranghöchste Formation eines Vereines in jeder Turnierart erhält den Buchstaben "A", die zweite Formation in der gleichen Turnierart den Buchstaben "B", usw..
1.3Eigennamen oder weitere Beschreibungen dürfen keine Verwendung finden.

2. Zusammensetzung


2.1Eine Formation startet mit mindestens 6 und höchstens 8 Paaren (Startaufstellung).
2.2Eine Formationsmannschaft besteht aus bis zu 8 beim Turnier startenden Paaren sowie 4 Ersatztänzern/Innen (Mannschaftsaufstellung). Darüber hinaus sind bis zu 5 Betreuer während des Turniers erlaubt. Das gesamte Team darf jedoch aus nicht mehr als insgesamt 25 Personen bestehen.

3. Ligabereiche


3.1Die Ligabereiche werden für jede Startgruppe und Turnierart jeweils vor Beginn des Wettkampfjahres durch den SAS bestimmt.

4. Startgruppen


4.1Hauptgruppe
Es gilt kein Mindestalter.

5. Startligen


5.1Hauptgruppe
5.1.1Zusammensetzung der Ligen
Landesliga Oberliga Regionalliga 2. Bundesliga 1. Bundesliga
Maximal 11 Formationen pro Ligagruppe Laut Beschluss des Ligabereiches nach Zustimmung durch SAS Laut Beschluss durch SAS Laut Beschluss durch SAS Laut Beschluss durch SAS

6. Startligenzugehörigkeit


6.1Die Startligenzugehörigkeit richtet sich nach der Formation.
6.2Jede Formation muss in der rangniedrigsten Liga des jeweiligen Ligabereichs beginnen.
6.3Der Wechsel einer Formation von einer Startliga in eine andere ist nur zum Beginn des Wettkampfjahres zulässig.
6.4Bei Ausscheiden einer Formation oder einzelner Mitglieder einer Formation aus dem Verein verbleiben Titel, Platz und Punkte bei diesem Verein. Das gilt nicht für Platz und Punkte, wenn der Verein zugunsten des aufnehmenden Vereins schriftlich verzichtet. Wird ein Verzicht nicht nachgewiesen, muss die Formation wieder in der rangniedrigsten Startliga des jeweiligen Ligabereichs beginnen.
6.5Wird ein Verzicht nicht nachgewiesen, kann das DTV-Präsidium beim Ausscheiden einer Formation der 1. Bundesliga oder einzelner Mitglieder dieser Formation aus einem Verein die Startruhe für die Einzelmitglieder aufheben und Platz und Punkte an den neuen Verein übertragen.

7. Turnierarten


7.1Hauptgruppe:       Standard oder Latein

8. Turniertänze


8.1Hauptgruppe
Standard Latein
Langsamer Walzer
Tango
Wiener Walzer
Slowfox
Quickstep
Samba
Cha-Cha-Cha
Rumba
Paso Doble
Jive

8.2Es müssen alle Tänze der jeweiligen Turnierart gezeigt werden.
8.3 Erlaubt sind alle tänzerischen Figuren sowie formationstypische Schwierigkeiten mitfolgenden Einschränkungen:

Landesliga
Erlaubt alle tänzerischen Figuren, maximal ein stationäres Roundabout
Nicht erlaubt   sich bewegendes Roundabout, wiederholtes Roundabout, Pirouette, Pot Stir (Bodenpirouette), Wind (circular spins eines Partners um den anderen), Bodenschleuder (Bodenwischer), Horse-and- Cart, Todesspirale und ähnliche Figuren.

Oberliga
Erlaubt alle tänzerischen Figuren, maximal ein stationäres Roundbout, optional mit einem Bodenwischer (Bodenschleuder) sowie ein Wind (circular Spins eines Partners um den anderen).
Nicht erlaubt   sich bewegendes Roundabout, wiederholtes Roundabout, wiederholter Bodenwischer (Bodenschleuder), Pirouette, Pot Stir (Bodenpirouette), Horse-and-Cart, Todesspirale und ähnliche Figuren.

Regionalliga und Bundesliga
Keine Einschränkungen
 

8.3.1Beim ersten Verstoß gegen die Trickbegrenzung in einem Turnier (auch in der Probe) erfolgt eine Verwarnung durch die Turnierleitung. Beim zweiten Verstoß im gleichen Turnier oder bei einem Verstoß in einer Platzierungsrunde wird die betreffende Formation durch die Turnierleitung disqualifiziert.
8.4In allen Startligen sind Lifts im wertungspflichtigen Teil unzulässig. Lifts sind Figuren, bei denen ein Partner mit Unterstützung des anderen den Boden mit beiden Beinen verläßt. Die Ahndung von Verstößen erfolgt nach den Bestimmungen des SAS.
8.5Gelöste Tanzhaltung ist in jeder Turnierart in jedem einzelnen Tanz auf acht Takte beschränkt, wobei maximal 24 Takte für die gesamte Choreographie erlaubt sind; das gilt nicht für Tänze, in denen gelöste Tanzhaltung üblich ist.

9. Formationsmusik


9.1Fremdmusik
In der Musik des wertungspflichtigen Teils einer Choreographie sind höchstens 16 Takte einer nicht zur jeweiligen Turnierart gehörenden Musik erlaubt.
9.2Tonträger
Als Tonträger sind zugelassen: CDs (auch mit MP3-Files), USB-Datenträger (MP3 oder WAV).
9.3Urheberrechte
Formationsmusiken sind urheberrechtlich geschützt.

10. Turnierformen


10.1Internationale Formationsmeisterschaften
Liga Standard Latein Turnierordnung
Bundesliga der Hauptgruppe Ja Ja Rang II

Startberechtigung: laut Bestimmung der WDSF
Zulassung:

Weltmeisterschaft:
Deutscher Meister.
Sofern der DTV einen zweiten Startplatz hat, ist für diesen der Sieger der letzten abgeschlossenen Bundesligasaison qualifiziert. Sind Deutscher Meister und Sieger der Bundesligasaison identisch, so ist für den zweiten Startplatz entweder der Deutsche Vizemeister oder der Zweite der letzten abgeschlossenen Bundesligasaison qualifiziert, abhängig davon, welches Ergebnis 2 Wochen vor dieser Weltmeisterschaft aktueller ist.

Europameisterschaft:
Deutscher Meister oder Sieger der letzten abgeschlossenen Bundesligasaison, abhängig davon, welches Ergebnis 2 Wochen vor dieser Europameisterschaft aktueller ist.
Sofern der DTV einen zweiten Startplatz hat, ist für diesen der Deutsche Vizemeister oder der Zweite der letzten abgeschlossenen Bundesligasaison qualifiziert, abhängig davon, welches Ergebnis 2 Wochen vor dieser Europameisterschaft aktueller ist.

Europacup/Worldcup:
Nominierung erfolgt durch den DTV-Sportwart.
In Ausnahmefällen, bei Teileuropameisterschaften und Cups erfolgt die Nominierung durch den DTV-Sportwart.
 

10.2Deutsche Formationsmeisterschaften
Liga Standard Latein Turnierordnung
Bundesliga der Hauptgruppe Ja Ja Rang I

Startberechtigung: Formationen der 1. Bundesliga
Zulassung: laut Bestimmung des SAS
 
10.3Ligaturniere
Liga Standard Latein Turnierordnung
Bundesliga I Ja Ja Rang I
Bundesliga II Ja Ja Rang I
Regionalliga Ja Ja Rang I
Oberliga Ja Ja Rang I
Landesliga Ja Ja Rang I

Startberechtigung: Landes-, Ober-, Regional- und Bundesligen laut Bestimmung des SAS
Zulassung: Der Zulassungsmodus wird für jede Startliga jeweils vor Beginn des Wettkampfjahres durch den SAS bestimmt
 
10.4Formations-Einladungsturniere
Liga Standard Latein Turnierordnung
Laut Turnieranmeldung Ja Ja Rang II

Zulassung: laut Einladung
Turniertitel: Es gelten die Bestimmungen des F 4.11 für alle Formations-Einladungsturniere (national und international)
 

11. Zulassungsvoraussetzungen für Formationspaare und Mannschaften


11.1Startbereite Formationen sind bis zum 30. September für das kommende Wettkampfjahr der DTV-Geschäftsstelle und den jeweiligen Beauftragten über das ESV-Portal zu melden.
11.2Mannschaftsmeldung (Erstmeldung)
Die Mannschaftsmeldungen (Erstaufstellung) für die jeweilig gemeldeten Ligen (gleichzeitig Jahreslizenzanträge für die aktiven Tänzer/innen) hat bis zum 15. Dezember eines Jahres für das folgende Wettkampfjahr im ESV-Portal zu erfolgen. Spätere Änderungen und Ergänzungen sind jederzeit über das ESV-Portal an die DTV-Geschäftsstelle zu richten.
11.3Mannschafts-ID
Der Ausdruck der aktuellen Mannschafts-ID aus dem ESV-Portal enthält die Angaben zur Jahreslizenz der Formation (Name der Formation mit einer Unterscheidung nach den Buchstaben des Alphabets, Name des Vereins, Startgruppe, Ligabereich und Startliga sowie Name, Geburtsdatum und Nationalität in Form der 3-Buchstaben Abkürzung des IOC aller Tänzer/innen) und eine Kopie der ID-Karten der gemeldeten Tänzer/Tänzerinnen in der Anlage.
Die gültige Mannschafts-ID für das Wettkampfjahr wird über das ESV-Portal generiert. Die Mannschafts-ID soll vor jedem Turnier neu aus dem ESV-Portal generiert werden.
Auf den ausgedruckten elektronisch erstellten Mannschafts-ID dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden. Es ist ggf. eine neue Version aus dem ESV-Portal zu generieren.
11.4Für die Teilnahme an Formationswettbewerben muss jede Formation eine für ihre Wettbewerbsart vorgeschriebene Mannschafts-ID und gültige Jahreslizenz besitzen.
Eine Formation darf nur mit den Tänzern/Tänzerinnen antreten, die zum Zeitpunkt des Turniers im ESV-Portal aufgestellt sind (bis Donnerstag, 23:59 Uhr). Das gilt auch für die benannten Ersatztänzer/innen.
11.5Mannschaftsaufstellung
Die Mannschaftsaufstellung enthält die Ligazugehörigkeit, Vereinszugehörigkeit, der Name der Formation mit einer Unterscheidung nach den Buchstaben des Alphabets, die Namen aller Tänzer/innen, ggf. Ersatztänzer/innen und des/der Mannschaftskapitän/in.
Aus der Mannschaftsaufstellung muss die Startaufstellung und die ggf. benannten Ersatztänzer/innen eindeutig ersichtlich sein.
11.6Aktive Formationstänzer/innen müssen Mitglied in dem Verein sein, für den die Formation startet. Aktive dürfen nur für die LTV und Vereine starten, die im ESV-Portal für Formationstanz und ggf. auch für Einzeltanz eingetragen sind.
11.7Aktive dürfen innerhalb der Wettbewerbsarten nicht für verschiedene Vereine starten.
11.8Aktive, die im Wettkampfjahr an der Welt-, der Europa- oder Deutschen Formationsmeisterschaft teilgenommen haben, dürfen während des Wettkampfjahres in derselben Turnierart nicht mehr in einer rangniederen Formation starten.
11.9Aktive, die im Wettkampfjahr an zwei Ligaturnieren in einer ranghöheren Formation teilgenommen haben, dürfen während des Wettkampfjahres in derselben Turnierart nicht mehr in einer rangniederen Formation starten.
11.10Unmittelbar nach Ende der eigenen Stellprobe sind der Turnierleitung jeweils in einfacher Ausfertigung auszuhändigen:
- der Ausdruck der aktuellen Mannschafts-ID aus dem ESV-Portal,
- der Ausdruck der ID-Karten der Tänzer/innen (Anhang zur Mannschafts-ID),
- die Mannschaftsaufstellung.
11.11Ersatztänzer/innen können während des laufenden Turniers nur vor Beginn jeder Runde eingesetzt werden. Sie müssen vor dem Auswechseln namentlich der Turnierleitung bekanntgegeben werden. Der Einsatz ist in die Mannschaftsaufstellung einzutragen und in das ESV-Portal zu übertragen.
11.12In den Formationswettbewerben Standard und Latein sind bis zu vier Personen ausländischer Nationalität pro Formation startberechtigt. Für die Startberechtigung bei WDSF-Meisterschaften/Cups gelten die Regeln der WDSF.

12. Turnierflächen


12.1Für Bundesliga mindestens 240 qm, wobei keine Seitenlänge kürzer als 14 m sein darf.
12.2Für alle sonstigen Ligen mindestens 180 qm, wobei keine Seitenlänge kürzer als 12 m sein darf.

13. Proben bei Formationswettbewerben


13.1Angemessene Möglichkeiten für Proben der Formationen müssen vor Formationswettbewerben vorhanden sein.
13.2Für jede Formation muss die gleiche Zeitdauer für Proben mit Musik mindestens 15 Minuten auf der Turnierfläche zur Verfügung stehen. Bei Formationsturnieren mit unterschiedlichen Tanzrichtungen innerhalb eines Turniers sowie bei der Deutschen Meisterschaft muss für jede Formation die gleiche Zeitdauer für Proben mit Musik mindestens 20 Minuten auf der Turnierfläche zur Verfügung stehen. Stellproben werden jeweils getrennt für eine Formation durchgeführt. Stellproben mehrerer Formationen aus einem Verein dürfen nicht gemeinsam durchgeführt werden. Auch Stellproben von Formationen aus mehreren Vereinen mit denselben Trainern/Trainerinnen dürfen nicht gemeinsam durchgeführt werden. Stellproben bei Formationsturnieren sollen nicht öffentlich stattfinden. Die Formationen müssen die Gelegenheit haben, ihre Stellprobe auf der Turnierfläche ungestört durchführen zu können.
Bei Deutschen Meisterschaften können Stellproben bereits am Abend vor der Veranstaltung stattfinden.
Wertungsrichter, die das betreffende Formationsturnier werten, sind zu den Stellproben keinesfalls zugelassen.
13.3Während der Probe ist die gesamte Choreographie einschließlich Ein- und Ausmarsch mindestens einmal mit Musik zur Überprüfung der Regelgerechtigkeit zu zeigen.
Auf- und Abmarsch sind während der Stellprobe mindestens einmal zu zeigen. Beide dürfen jeweils nicht länger als 30 Sekunden dauern. Aufmarsch: beginnt mit dem Betreten der Fläche durch den ersten aktiven Tänzer/die erste aktive Tänzerin der Formation und endet mit dem Beginn der Musik.
Abmarsch: einer Formation beginnt mit dem Ende der Musik und endet mit dem Verlassen der Fläche durch den letzten aktiven Tänzer/die letzte aktive Tänzerin der Formation.
Bei Verstoß in der Stellprobe erfolgt eine Verwarnung durch den Beisitzer. Bei Verstoß im Turnier erfolgt die Disqualifikation durch den Turnierleiter.
13.4Im Turnier darf nur die Musik verwendet und die Choreographie getanzt werden, die in der dazugehörigen Probe abgenommen wurde. Eine Veränderung der Laufgeschwindigkeit der Musik ist nur noch zur ersten Runde des Turniers einmalig möglich.

14. Turnierabwicklung


14.1Internationale Meisterschaften: laut Bestimmungen der WDSF.
14.2Deutsche Meisterschaften und Ligaturniere werden gemäß den Bestimmungen des SAS durchgeführt.
14.3Qualifikationsturniere, die zum Aufstieg berechtigen, werden mit einer Vorrunde und einer Endrunde durchgeführt.
14.4Einladungsturniere: laut Turnieranmeldung.
14.5Für Sonderfälle beschließt der SAS vor Beginn eines Wettkampfjahres Durchführungsbestimmungen.

15. Rundenabwicklung


15.1Rundenablauf
15.1.1Turniere sind in der Regel mit einer Vorrunde und zwei Plazierungsrunden (Kleines und Großes Finale), in Ausnahmefällen mit Vor-, Zwischen- und Endrunde durchzuführen.
15.1.2Jede Vor-, Zwischen-, Plazierungs- , End- und Stichrunde muss jeweils ohne Unterbrechung durchgeführt werden.
 
15.2Auslosung
In allen Runden muss die Startfolge unter Aufsicht des Beisitzers ausgelost werden.
15.3Auswahl für Zwischen- , Plazierungs- und Endrunden
15.3.1An jeder Zwischen- und Endrunde dürfen nicht weniger als die Hälfte aller Formationen der vorherigen Runde teilnehmen.
15.3.2Formationen, die bei Ligaturnieren eine Majorität der Plus- oder Kreuzzeichen (mindestens drei bei fünf oder vier bei sieben Wertungsrichtern) erhalten, müssen am Großen Finale teilnehmen.
15.3.3Haben nach einer Vorrunde bis zu 7 Formationen die Majorität der Plus- oder Kreuzzeichen, so ist mit diesen Formationen das Große Finale durchzuführen. Die ausgeschiedenen Formationen der Vorrunde tanzen ihre Plätze im Kleinen Finale aus.
In Startligen mit insgesamt nicht mehr als 5 startenden Formationen ist das Finale mit allen Startern der Vorrunde durchzuführen.
15.3.4Haben nach einer Vorrunde mehr als 7 Formationen die Majorität der Plus- oder Kreuzzeichen, so ist mit diesen Formationen eine Zwischenrunde durchzuführen. Die ausgeschiedenen Formationen der Vorrunde erhalten ihren jeweiligen Platz gemäß der Summe ihrer Plus- oder Kreuzzeichen aus der Vorrunde.
15.3.5Wird eine Zwischenrunde durchgeführt, dürfen an der Endrunde nicht mehr als 6 Formationen teilnehmen. Die ausgeschiedenen Formationen der Zwischenrunde erhalten ihren jeweiligen Platz gemäß der Summe ihrer Plus- oder Kreuzzeichen aus der Zwischenrunde.
15.3.6Bei Qualifikationsturnieren, die zum Aufstieg berechtigen, ist die Endrunde mit mindestens 4 Formationen durchzuführen, auch wenn diese nicht die Majorität der Plus-, oder Kreuzzeichen erhalten haben.
 
15.4Stichrunden
Stichrunden werden nur bei Deutschen Meisterschaften für den 1. und 2. Platz durchgeführt sowie bei Qualifikationsturnieren, die zum Aufstieg berechtigen, für den 1. bis 4. Platz durchgeführt.
15.5Ausnahmen bewilligt der DTV-Sportwart

16. Start


16.1Der Start einer Formation gilt als erfolgt, wenn sie die Tanzfläche betritt.
16.2Die Gesamtdauer eines Formationsdurchganges darf 6 Minuten nicht übersteigen. Dieser Zeitraum beginnt mit dem ersten Ton der eingespielten Musik und endet mit dem letzten Ton der eingespielten Musik.
16.3Die Dauer des wertungspflichtigen Teils muss mindestens 3 und darf höchstens 4 1/2 Minuten betragen. Beginn und Ende des wertungspflichtigen Teils müssen klar erkennbar sein und zusätzlich durch ein akustisches Signal angezeigt werden.
16.4Während des Starts dürfen sich von einer Formation auf der Tanzfläche nur die startenden Paare und eine Person als "Richtperson" befinden. Während des wertungspflichtigen Teils muss diese Person sitzen. Personen oder Objekte, die einer Formation als zusätzliche Richtpunkte dienen, sind unabhängig von einer Positionierung am Rand der Tanzfläche oder in erhöhter Position nicht zulässig.
16.5Über die gesamte Zeit des Starts einer Formation muss deren Programmnummer an der Tanzfläche und für die Wertungsrichter gut sichtbar angezeigt werden.

17. Wertungssystem


17.1Vor- und Zwischenrunden
Geschlossene Auswahlwertung durch Plus- oder Kreuzzeichen
17.2End-, Plazierungs- und Stichrunden
Offene Platzwertung
17.3Auswahl für Zwischen- und Endrunden
Der Wertungsrichter muss zwei Drittel aller Formationen für die nächste Runde ermitteln.
17.4Bei den Deutschen Meisterschaften der Formationen Standard und Latein gilt:
Die Wertungsrichter ermitteln in der Vorrunde sechs Formationen für die Zwischenrunde. Die Wertungsrichter ermitteln in der Zwischenrunde vier Formationen für die Endrunde.
17.5Das zum Zeitpunkt des Turniers gültige Absolute Judging System der WDSF ist bei Deutschen Meisterschaften der Formationen anzuwenden.
17.6Erkennt ein Wertungsrichter bei dem Vortrag einer Formation innerhalb des wertungspflichtigen Teils zweifelsfrei einen Lift, muss er dieser Formation in dem Wertungsgebiet "Tänzerische Leistung" null (0) Punkte geben. Gibt die Mehrzahl der Wertungsrichter einer Formation in einer Runde null (0) Punkte in tänzerischer Leistung, ist diese Formation durch den Turnierleiter zu disqualifizieren.

18. Wertungsdurchführung


18.1Die Wertungsrichter können bei Formationsturnieren ihren Standort selbst bestimmen. Dieser muss jedoch gegenüber der Tanzfläche erhöht und vor der Frontseite der Formation gelegen sein.
18.2Formationen werden in der Reihenfolge ihres Starts auf den Wertungszetteln aufgeführt. Die offene Wertung ist auch in dieser Reihenfolge abzurufen.
18.3Wertungsrichter-"Notizzettel" sind bei Formationsturnieren grundsätzlich erlaubt. Wertungsrichter-"Notizzettel" aus vorherigen Runden dürfen in den nächsten Runden nicht verwendet werden.

19. Ergebnisermittlung


19.1Auswahlwertung
Die für eine Formation abgegebenen Plus- oder Kreuzzeichen werden addiert. Bei Ligaturnieren tanzen die ausgeschiedenen Formationen die Plätze in einem Kleinen Finale aus. Das Kleine Finale entfällt, wenn eine Zwischenrunde durchgeführt wird.
19.2Platzwertung - Majoritätssystem
Der Platz wird durch die absolute Mehrheit der abgegebenen Wertungen entschieden.

20. Platzziffern


20.1Bei Ligaturnieren werden Platzziffern vergeben.
20.2Jede Formation erhält den ertanzten Platz als Platzziffer. Bei geteilten Plätzen erhalten die platzgleichen Formationen die gleiche Platzziffer, die aus dem Mittelwert der Addition dieser Plätze errechnet wird.
20.3Nicht angetretene Formationen erhalten die schlechteste Platzziffer des Ligaturniers mit einem Zuschlag von 3 Platzziffern.
20.4Bricht eine Formation den Start vorzeitig ab, so wird an sie der letzte Platz der Runde vergeben, in welcher der Start abgebrochen wurde,
20.5Wird eine Formation wegen Verstoßes gegen die TSO-Bestimmungen oder Wertungsrichtlinien bei einem Turnier disqualifiziert, so erhält sie in diesem Turnier den letzten Platz.

21. Ranglisten


21.1Die Ranglisten der Ligen für den Auf- und Abstieg ergeben sich aus der Summe der bei Ligaturnieren vergebenen Platzziffern.
21.2Bei Platzgleichheit in der Rangliste entscheidet für einen Auf- bzw. Abstiegsplatz die absolute Mehrheit der in der laufenden Liga erreichten Plätze in den einzelnen Ligaturnieren (Majoritätssystem). Haben zwei oder mehrere Formationen die gleiche absolute Mehrheit, wird das Skatingsystem angewendet.

22. Aufstiegsregelungen


Landesliga -> Oberliga Laut Bestimmung des Ligabereiches mit Zustimmung des SAS
Oberliga -> Regionalliga Laut Bestimmung des Ligabereiches mit Zustimmung des SAS
Regionalliga -> 2. Bundesliga Laut Bestimmung des SAS
2. Bundesliga -> 1. Bundesliga Laut Bestimmung des SAS

23. Abstiegsregelungen


1. Bundesliga -> 2. Bundesliga Laut Bestimmung des SAS
2. Bundesliga -> Regionalliga Laut Bestimmung des SAS
Regionalliga -> Oberliga Laut Bestimmung des Ligabereiches mit Zustimmung des SAS
Oberliga -> Landesliga Laut Bestimmung des Ligabereiches mit Zustimmung des SAS

23.1Zweimaliges Nichtantreten einer Formation in einer Liga führt dazu, dass die Formation mit sofortiger Wirkung in die rangniedrigste Liga absteigt und dort erst im folgenden Wettkampfjahr wieder startberechtigt ist. Ein weiterer Start in der laufenden Saison ist nicht mehr zulässig.
23.2Bei Qualifikationsturnieren, die zum Aufstieg berechtigen, besteht Startpflicht. Eine Formation, die ihrer Startpflicht bei einem Qualifikationsturnier, das zum Aufstieg berechtigt, nicht nachkommt, steigt in die rangniedrigste Liga ab.

24. Abstiegsbefreiung


24.1Eine Abstiegsbefreiung ist nicht möglich.

25. Rückversetzung


25.1Auf Antrag kann der DTV-Sportwart, nach Befürwortung durch den Formations- bzw. Formationsligabereichsbeauftragten, in eine rangniedrigere Startliga zurückversetzen.

26. Turnierkleidung


26.1Es gelten die Bestimmungen der WDSF.
26.2Jegliche Veränderung der Turnierkleidung einschließlich von Accessoires sowie das Ablegen von Bekleidungsteilen oder Accessoires während eines Turniers ist nicht zulässig.

27. Bildaufzeichnungen


27.1Film- und Videokameras, Smartphones und Tablets sind nur während der eigenen Proben zugelassen. Alle startenden Formationen dürfen jeweils ihre eigenen Turnierdurchgänge mit einem Aufzeichnungsgerät aufnehmen. Den Standort hierfür bestimmt der jeweilige Veranstalter bzw. Ausrichter. Der Ausrichter ist berechtigt, eine Aufzeichnung des gesamten Turniers vorzunehmen, sofern die Rechte dazu nicht durch den Verband anderweitig vergeben wurden.
Es gilt uneingeschränkt das jeweils gültige Urheber- und Vervielfältigungsrecht gegenüber diesen allen Aufnahmen.